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Schweizer Fussball

Die Nationaltrainer der Schweiz – von Karl Rappan bis Murat Yakin

Kaum eine Position im Schweizer Fussball steht so im Rampenlicht wie jene des Nationaltrainers. Ein Blick auf die Männer, welche die «Nati» geprägt haben – und auf den aktuellen Nationaltrainer Murat Yakin.

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Wer bestimmt den Nationaltrainer der Schweiz?

Der Nationaltrainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft wird vom Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) bestimmt. Gemeinsam mit seinem Trainerstab betreut er das sogenannte A-Team und entscheidet eigenständig über die Nominationen der Spieler. Seit der schrittweisen Professionalisierung des Schweizer Fussballs ab den 1970er-Jahren hat sich die Rolle vom nebenamtlichen Betreuer zum hauptberuflichen Cheftrainer einer Spitzenmannschaft entwickelt.

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Die prägenden Nationaltrainer der Geschichte

Eine ganze Epoche prägte der Österreicher Karl Rappan, der zwischen den 1930er- und 1960er-Jahren in mehreren Amtszeiten verantwortlich war. Sein defensiv ausgerichtetes System, der «Verrou» (Riegel), machte die kleine Schweiz international konkurrenzfähig und gilt als einer der frühen taktischen Meilensteine des europäischen Fussballs.

Deutlich später wurde Köbi Kuhn (2001–2008) zur Identifikationsfigur einer ganzen Generation. Unter seiner Leitung kehrte die Nati auf die grosse Bühne zurück und qualifizierte sich für die WM 2006 sowie die Heim-EM 2008. Ihm folgte mit Ottmar Hitzfeld (2008–2014) ein deutscher Welttrainer, der die Schweiz an zwei Weltmeisterschaften führte – inklusive des viel beachteten Auftaktsiegs gegen Spanien an der WM 2010.

Von 2014 bis 2021 betreute Vladimir Petkovic die Mannschaft in 78 Länderspielen – bis heute ein Rekord für einen Schweizer Nationaltrainer. Unter ihm reifte die «goldene Generation» um Spieler herum, die später zu Leistungsträgern in Europas Topligen wurden. Petkovic ist heute als Nationaltrainer Algeriens tätig.

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Murat Yakin – der aktuelle Nationaltrainer

Seit 2021 steht Murat Yakin an der Seitenlinie der Schweizer Nati. Der frühere Internationale übernahm das Amt in einer Phase des Umbruchs und führte die Mannschaft durch die Qualifikationen bis zur Weltmeisterschaft 2026. Den Weg vom Nationalspieler zum Trainer ging nach seiner Aktivzeit auch David Sesa mit seiner eigenen Trainerlaufbahn, die ihn bis zum FC Schaffhausen führte. Yakin gilt als taktisch flexibler Trainer, der je nach Gegner zwischen verschiedenen Systemen wechselt – eine Eigenschaft, die er selbst als grossen Vorteil seines Kaders bezeichnet.

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Schweizer Spieler im internationalen Spitzenfussball

Der Erfolg der Nationaltrainer hängt eng damit zusammen, auf welchem Niveau ihre Spieler Woche für Woche im Klubfussball gefordert werden. Heute sind zahlreiche Schweizer Internationale in den europäischen Topligen aktiv: Captain Granit Xhaka prägte jahrelang das Mittelfeld des FC Arsenal in der englischen Premier League, ehe er nach Leverkusen wechselte, und Manuel Akanji verteidigt für Manchester City weiterhin in derselben Liga.

Gerade die englische Premier League gilt dabei als Massstab des modernen Spitzenfussballs – körperlich, taktisch und in der Dichte der Spitzenklubs. Auch David Sesa sammelte zu seiner Zeit internationale Erfahrung: Seine 36 Länderspiele für die Schweizer Nationalmannschaft fielen in die Jahre seiner stärksten Klubform.

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Ausblick

Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 schreibt die Schweizer Nati unter Murat Yakin das nächste Kapitel ihrer Geschichte – in einer Tradition, die von Karl Rappan über Köbi Kuhn und Ottmar Hitzfeld bis zu Vladimir Petkovic reicht. Die Liste der Schweizer Nationaltrainer ist damit zugleich eine Chronik des Schweizer Fussballs selbst.

Häufige Fragen

  • Wer ist der aktuelle Nationaltrainer der Schweiz?

    Murat Yakin ist seit 2021 Nationaltrainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft.

  • Wer war vor Murat Yakin Schweizer Nationaltrainer?

    Vladimir Petkovic betreute die Schweiz von 2014 bis 2021 und ist heute Nationaltrainer Algeriens.

  • Wer bestimmt den Schweizer Nationaltrainer?

    Der Nationaltrainer wird vom Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) bestimmt.